Kennt Ihr das, diesen Frühlingsflash? Kurzarmwetter ist noch längst nicht in Sicht, aber diese ersten Sonnenstrahlen wecken so viele neue Ideen und Lust auf Wärme, dass man plötzlich an Sommerkleider denkt. Obwohl man noch im Wollpulli rumläuft. Ich habe nicht nur an Sommerkleider gedacht, sondern bin vor lauter Euphorie gleich in die Produktion gegangen.



Japanische Schnittmuster faszinierten mich schon immer, wie man hier, hier und hier sehen kann. Besonders die drapierten Kleidungsstücke - möglichst viel Stoff und wenig Nähte - haben es mir angetan. Auf dem Bügel hängend kann man sich nicht vorstellen, dass es am Körper auch nur annähernd gut aussehen könnte. 




Aber irgendwie ist es lässig. Hauptsache der Stoff fällt gut, in meinem Fall ein schöner Baumwolljersey, dessen Streifen die Asymmetrie des Schnitts noch einmal extra betonen. Ich habe das Shirt um ca. 5cm verlängert (die Japanerinnen sind doch alle so klein) und hätte es unten ggf. noch ein wenig enger zulaufen lassen können (kann ich ja noch).




Da ich auf das passende Tragewetter bedauerlicherweise doch noch ein wenig warten muss, habe ich gleich noch eine Übergangsvariante genäht. Die kann man auch mit Longsleeve, Loop und Stiefeln gut tragen :-)


Schnitt: Drape Drape 2, Hisako Sato
Material: Baumwolljersey 1000stoff









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Ich bin immer wieder fasziniert von den drapierten Schnitten der Japaner. Diese Bluse ist ein weiteres Experiment aus dem Buch Drape Drape 2 von Hisako Sato. Sie besteht aus 2 Schnittteilen, deren Form zunächst rein gar nichts mit dem fertigen Kleidungsstück gemeinsam zu haben scheint. 


Doch dann, nach ungläubigem Kombinieren, entsteht daraus ein Kleidungsstück, das angezogen sehr schmeichelt. Asymmetrie spielt bei den Japaner oft eine große Rolle. Die Rückenansicht ist demnach auch ganz anders als die Front. 


Der Stoff ist ein Hauch von Nichts, ein sehr zarter Baumwollbatist. Ist wichtig, damit die vielen Falten nicht auftragen, sondern umschmeicheln. 



Jetzt fehlt mir nur noch die passende Hose - Jeans geht zwar immer, aber etwas Stoffigeres wäre bestimmt auch nicht schlecht. Damit es dann richtig elegant wird.  

Schnittmuster: Bluse 8 aus Drape Drape 2 von Hisako Sato
Stoff: Baumwollbatist 1000stoff

verlinkt mit: memademittwoch



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Ich liebe Röcke, ziehe aber trotzdem immer Jeans an. Geht Euch das auch so? Warum eigentlich? Hier der Versuch das zu ändern. Mit Kellerfalte. Der Schnitt ist zufällig schon wieder japanisch (siehe auch hier und hier) aus dem Buch "Nähen im Japanischen Stil" von Shufo To Seikatsu Sha. 



Meine Vorliebe für schlichte Farben und starke grafische Muster kann ich nicht leugnen. Dieser Stoff ist zusätzlich schön fest - ein Baumwollsatin aus dem Hause Miller - mit etwas Stand ohne Steifigkeit. Passt doch sehr gut zum gradlinigen Schnitt, oder?


Ein glücklicher Zufall war, dass der Stoff nicht reichte. Sonst hätte die Kellerfalte nicht in schwarz abgesetzt. Vielleicht hätte ich auch die Passe in schwarz wählen sollen? Denn es war quasi unmöglich, das Muster durchgängig aufzugreifen.


Aber ich habe beschlossen, dass mich das nicht stört und der Rock noch vor Ostern auf die Strasse darf. Mit mir drin natürlich!

Schnittmuster: "Nähen im Japanischen Stil" von Shufo To Seikatsu Sha
Material: Michael Miller Bekko, fester Baumwollsatin, Swirl

Verlinkt mit: memademittwoch
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Dieses Kleid ist einfach aus Lust entstanden. Weil es unerwartet eine zusätzliche Japanwoche gab, eine super Entscheidung von jsa-Team, vielen Dank! Wieder Drape Drape. Allerdings dieses Mal zum ersten Mal so richtig. 

I decided for this dress just because of the additional japan sew along week. Thank you for the extra time, it was worth it! Again Drape Drape. But this time the real thing.



Mit VIEL Stoff und so.  Zwischendurch hab ich schon ein wenig geflucht. Diese Mengen an Material, diese vielen Falten, da muss man erstmal den Überblick behalten! Aber nach der ersten Anprobe war ich sofort entschädigt. Und sogar von hinten zufrieden.

Loads of fabric! Sometimes it was not so easy to keep the overview, to control the folds and to be sure to sew the right layers together. But when trying it on for the first time it looked quite promising.





Das Material ist ein grauer Viskosejersey mit schön schwerem Fall. Das ist wichtig damit sich das Kleid nicht aufbauscht sondern geschmeidig nach unten fällt.

I chose grey viscose jersey. It is quite important to go for a smooth fabric that does not build up to huge mass but tends to fall down in nice folds.



Jetzt muss ich nur noch auf die nächste Party warten. Oder einfach auf den Frühling!

Now I am waiting for the next occasion to wear it. Or just for the spring to come!


Schnittmuster: Drape Drape 1, Hisako Sati, Kleid Nr. 17
Material: Viskosejersey 

Linked to: Japan Sew Along


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Ich liebe dieses Shirt! Eine Neuentdeckung, mit der ich gar nicht unbedingt gerechnet hätte. Im Buch (Drape Drape 2 von Hisako Sato) hat es mich zwar gleich angesprochen, aber das heißt ja nicht immer, dass es auch mir passt und steht, bzw. Spaß macht zu nähen. 
Am Bügel sieht es aufgrund der markanten Asymmetrie zunächst etwas merkwürdig aus. 

I love this shirt. A kind of unexpected enthusiasm, which led me to the decision to sew two. 
On the hanger it looks a bit odd. This is caused by the obvious asymmetry.


Aber angezogen rafft es sich einseitig so elegant, dass es einfach sitzt ohne dass man das Gefühl hat, ständig zuppeln zu müssen. 

But while wearing it it suddenly folds in the waist to an elegant shape. This happens automatically without the need of rearranging every 3 seconds. Very comfortable!



Ich habe 2 sehr eigenständige Stoffe gewählt. Zunächst das zarte schwarze Wollgemisch mit Crash Effekt. Der Stoff besitzt durch seine Faltung eine Streifensturktur, die die Asymmetrie unterstreicht, ohne jedoch zu aufdringlich zu wirken. Leichter Fall, nicht ganz leicht zu verarbeiten, aber schöner Effekt. 
Vor lauter Begeisterung habe ich dann noch die rote Variante gewagt, ebenfalls mit Crash Effekt, jedoch noch markanter durch die nachträgliche Färbung. Die Stoffqualität: ein Hauch von Nichts. Der Tragecomfort: traumhaft. Die Wirkung: frühlingshaft frisch, ein Kleidungsstück für gute Laune. 



I chose two very different kinds of fabric. The black wollen one first. It ist quite light with a crashed structure. Not so easy to work with but in the end very flattering.

As I was quite enthusiastic about the result I dared to take the red stuff. It is even lighter and dyed while being folded which causes the unregular pattern. 



Die Umsetzung vom Schnittmuster zum fertigen Teil ist wie bei den meisten drapierten Teilen recht aufwendig in der Vorbereitung, dann aber fix im Nähprozess. Möglichst große zusammenhängende Stücke Stoff werden mit möglichst wenigen Nähten zu einen unerwarteten Ergebnis zusammen gefügt. Dieses Projekt z. B. besteht aus einem einzigen Schittteil (zzgl. einem Einfassend am Halsausschnitt). Aufgrund der Faltentechnik ist die Passform recht unkompliziert und die unterschiedlichen Körpergrößen zwischen Japanerinnen und unsereins untergeordnet. Sehr von Vorteil!

This shirt works like almost all kinds of draped pieces. The pattern and the cutting takes quite a while whereas sewing is very fast. Huge pieces of fabric need just very few seams to result in an unexpected piece of clothing. This top is composed of just one cut part. Due to the folds it fits very well although the average Japanese woman might well be 15cm shorter and 15kg lighter than me... 



Gesamturteil: ich will unbedingt noch 20 Weitere nähen und brauche pro Shirt noch ca. 90min. inkl. Zuschnitt. Überzeugt?
Mehr Japanisches dann am nächsten Montag 16.03.

Final opinion: I definetely want to make 20 more and it will take approx. 90min. per shirt. Convinced?
More japanese sewing on Monday, 16th



Schnitt: Drape Drape 2, Hisako Sato, Top No. 1
Material: 1000stoff (Stoff aus der Kollektion von Anett Röstel, Mahlerstoffe)

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