Manchmal werden Projekte überraschenderweise besser als erwartet, manchmal natürlich auch enttäuschender. Und dann gibt es noch die Projekte, die genau so werden, wie man es sich vorgestellt hat. Diese Frau Isa von fritzischnittreif ist so ein Teil. Genau so einen Sweater wollte ich. 


Lässig für kühle Momente in der warmen Jahreszeit. Oversized, damit man ihn schnell mal überwerfen kann, auch über weitere Kleider und Shirts. Nicht zu leicht, nicht zu schwer. Da ich gerade so auf Streifen stehe, musste es dieser gestreifte Romanit in schwarz weiß sein. Romanit ist ein Strickstoff auf Viskosebasis, also zwar schwer, aber auch nicht zu warm. Das Material bringt einen gewissen Stand mit sich, perfekt für den oversized Effekt.


Am Halsausschnitt habe ich ein wenig mit der Streifenrichtung gespielt. Quer gegen längs, wobei das Schnittteil des Kragens im Radius zugeschnitten wird, so dass die Streifen in der Rückenansicht des Belegs wieder parallel verlaufen. Und Streifen zu Streifen? Gefällt mir sogar auch sehr gut. Sommerlicher geht es kaum....




Schnittmuster: Frau Isa von fritzischnittreif

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Wenn mir etwas gefällt, dann will ich sofort mehr davon. Das ist grundsätzlich so. Also auch beim Nähen. Wenn mir ein Schnittmuster gefällt, dann will ich es sofort noch einmal nähen. Also sind letzte Woche zwei Varianten des fielder dress von Merchant and Mills entstanden. Einmal als Kleid, wer möchte kann es sich hier noch einmal ansehen und dann als Shirt. 


Als legere Bluse sozusagen. Aus Webstoff und dennoch ohne Knöpfe, Schlitz oder Reißverschluss sitzt es locker, jedoch nicht zu weit. Sportlich könnte man sagen. Was natürlich in diesem Fall auch den Streifenbündchen zuzuschreiben ist. Die sind ebenso von Merchant and Mills und gefallen mir farblich wahnsinnig gut.   


Der Stoff ist ein zweifarbig gewebter, leichter Jeanschambray, einerseits blau (das versteckt sich hier innen) und andererseits altrosa mit einem Stich ins Blaue. Es ergibt sich also der Look eines Jeanshemds, ohne dass es eines wäre. Der Schnitt hat etwas von Sweater, ohne dass es einer wäre. Eine Bluse ist es auch nicht. Ebenso wenig in T-Shirt. 


Mir fällt nicht wirklich eine Kategorie ein. Aber vielleicht ist genau das der Grund, warum mir das Oberteil so gut gefällt. Weil es eigenständig ist. 



Schnittmuster: the fielder, Merchant and Mills, über 1000stoff
Material: zweifarbiger Jeanschambray und Streifenbündchen über 1000stoff (einfach anfragen)

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Auch auf die Gefahr hin, dass ich die Einzige bin, die noch nie vorher eine Bethioua genäht hat und dass ich Euch somit nur das berichte, was Ihr eh schon längst wisst: Dieses Shirt ist super. Ich mag es ja nicht nur gern schlicht, sondern auch clever. Und die Schnittführung im rückwärtigen Bereich ist einfach schlau. Nein, natürlich hat Elke von ellepuls hier nicht das Rad neu erfunden, aber trotzdem stimmt alles. 



Streifenshirts sind nie langweilig, selbst dann nicht, wenn man schon ungefähr 1000 davon im Schrank hängen hat... Ich habe einen leichten Baumwollstrick gewählt. Damit bin ich frühlings- und frühsommertauglich unterwegs und die dezente Strickstruktur des Materials bringt noch einmal etwas irgendwie Professionelles mit sich. 



Am Schluss gibt es noch eine tatsächliche Neuigkeit zu berichten. Mit diesem Schnittmuster wagt sich ellepuls in die Welt der Papierschnittmuster vor. Als Ladeninhaberin kann ich das gar nicht hoch genug loben! Wie oft habe ich Kundinnen im Laden, die sich gern inspirieren lassen und dann natürlich sofort loslegen wollen. Nicht erst drucken, schnipseln und kleben.... Sondern die wertvolle Zeit lieber mit Nähen verbringen :-) Ab sofort unter anderem bei mir erhältlich...



(Liebe Elke, weiter so, wir wollen die anderen Schnitte auch auf Papier!)

Schnittmuster: Bethioua von ellepuls
Material: Baumwollstrick mit Streifen, 1000stoff

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Meine Liebe für Kellerfalten ist groß. Ob vorn oder hinten, am Rock, Kleid oder Shirt, ganz egal. Ich könnte Euch unendlich viele Beispiele zeigen. Daher ist jedes neue Schnittmuster mit Kellerfalte ein MUSS für mich. Und wenn es dann auch noch so schön schlicht ist wie Frau Suki von fritzischnittreif, dann sowieso. 


Angelehnt an Frau Yoko mit Kellerfalte hinten, sitzt hier die Falte von mittig in einem schönen Rundhalsausschnitt. Dadurch ergibt sich ein lässiges Detail in einer sonst reduzierten Bluse. Perfekt für leicht fallende Blusenstoffe wie Viskose oder auch leichter Baumwollchambray wie diesen hier. 


Von hinten ist die Bluse ganz gerade geschnitten. Die leicht gepufften Ärmel geben noch einmal eine leicht verspielte Note und ersparen das Hochschoppen :-)) Ein perfektes Shirt ganz einfach zur Jeans, überwerfen, fertig!


In meinem Kopf plane ich schon drei weitere Varianten, vielleicht würde ich es mal ohne den Gummi im Ärmel versuchen. Aber zunächst muss es noch ein bisschen wärmer werden:-))



Schnittmuster: Frau Suki, fritzischnittreif
Material: zarter Baumwollchambray Robert Kaufman, 1000stoff



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Mit 2017 ist ein für mich sehr spannendes Jahr zu Ende gegangen! Ein Jahr lang haben Sindy von Mein Gewisses Etwas, Dominique von kreamino und ich uns der Herausforderung gestellt und die vorgeschlagenen Schnittmuster umgesetzt. Ich muss zugeben, ich habe als Einzige von uns dreien zweimal ausgesetzt und gemeinsam haben wir uns zwei weitere Male für ein anderes Schnittmuster entschieden. Aber ansonsten haben wir durchgehalten und es hat einen Riesenspaß gemacht! Ich danke Euch herzlich! 



Hier zeige ich Euch eine kleine Rückschau mit einigen meiner Favoriten und wenn ich sie mir so betrachte, dann bin ich auch ein bisschen stolz auf unsere gemeinsame Kollektion :-)) Ich habe sehr viel gelernt - alles offene Geheimnisse, aber dennoch lohnt sich eine Erwähnung: 

Erstens: Neues wagen lohnt sich immer! Auch Schnittmuster, die man zunächst nicht in Erwägung gezogen hätte, bergen Potential :-))

Zweitens: Alle Kleidungsstücke wirken komplett unterschiedlich, je nachdem wer sie trägt und welches Material verwendet wurde. Daran sieht man, es gibt nicht das EINE perfekte Material oder die EINE perfekte Figur für ein Projekt.

Drittens: Gemeinsam macht es mehr Spaß!




Der letzte Schnitt in der Serie ist Gemma aus der aktuellen Kollektion von namedclothing. Es gibt eine Variante als körpernah geschnittenes Kleid und einen legerer geschnittenen Sweater. Wir haben uns für einen Mix entschieden, einen körpernahen Sweater. 
Meine Materialwahl fiel auf einen schwarzen Romanit. Für mich die perfekte Farbe, jedoch - auch das ein offenes Geheimnis - quasi unmöglich zu fotografieren. Daher müsst Ihr den tollen Tangrameffekt, der das Schnittmuster ausmacht, einfach bei Sindy und Dominique bewundern.




Ein toller Schnitt, ganz besonders und auch nicht so anspruchsvoll zu nähen, wie zunächst befürchtet. Na klar, muss man an den Kreuzungspunkten sehr präzise arbeiten, aber ich habe es mit vorangegangenem Heften gut und auf Anhieb hingekriegt. Hinten mit Mittelnaht ergibt sich eine schöne Körperlinie.



Als ich dann meine schwarze Hose dazu trug habe ich mich fast geärgert, dass ich nicht doch das Kleid genäht habe! Ist bestimmt auch richtig schön.



So, und weil ein neues Jahr auch immer nach neuen Projekten ruft, formierte sich eine Folgeidee, die Sew My Style irgendwie aufgreift, aber eigene Schnittmuster wählt.

Demnächst gibt es mehr Details, aber zunächst wünsche ich Euch allen:

*** HAPPY NEW YEAR ***



Schnittmuster: Gemma als Sweater von namedclothing
Material: Romanit von 1000stoff

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Ich gebe es zu, die Platzierung der Raben auf dem Shirt hat mich ziemlich gereizt. Das Schnittmuster, eine Frau Mona von fritzischnittreif kenne ich fast auswendig, ca. 5 äußerst geliebte Exemplare bewohnen meinen Kleiderschrank. Daher muss ich dazu kaum etwas erwähnen. Aber dieser Stoff (ein Biosweat von chatchocolat). Ein grafischer Traum. Für mich. Schwarze Raben auf hellgrauem Grund. Und vor allem diese unregelmäßige Platzierung. I love it.


Dennoch gerade deswegen herausfordernd. Schließlich möchte man die Raben nicht nur im Anschnitt oder unten halb abgesäbelt im Saum kleben haben. Aber die Designer von chatchocolat haben es schlau hinbekommen. Die Abstände der Vögel sind weder zu weit noch zu eng noch zu symmetrisch oder mittig. Sie lassen sich deutlich besser zähmen als erwartet. 


So gut, dass sogar noch eine Mütze dabei rausgesprungen ist :-))


Schnittmuster: Frau Mona von fritzischnittreif
Material: Biosweat von chatchocolat über 1000stoff (die chatchocolat Stoffe haben es noch nicht in den Onlineshop geschafft, Ihr könnt sie aber natürlich trotzdem bestellen, einfach anfragen)

verlinkt mit: creadienstag, handmade on tuesday, dienstagsdinge

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Es ist noch nicht richtig kalt, aber warm ist es auch nicht mehr. Was anziehen? Schicke Sweater müssen her! Es ist ein Toaster Sweater 2 geworden, Variante 1 habe ich Euch schon einmal gezeigt, also dieses Mal Variante 2 mit leichtem Ubootstehkragen und seitlichen Schlitzen. Sehr kleidsam, wie ich finde. 


 Gewählt habe ich einen taubenblauen Romanit, das ist ein doppeltgestrickter Viskosejersey. Durch den Doppelstrick ist das Material schön fest mit einer idealen Dehnbarkeit. Ich bin ja großer Fan der dusties, in diesem Fall dusty mint, also der "staubigen" Töne geworden. Durch den leichten Grauschleier kann auch ich mich zu mehr Farbe hinreißen lassen ohne mir gleich bunt vorzukommen. 



Wie immer, wenn mir ein Schnitt gut gefällt, plane ich im Kopf schon 5 weitere Pullis. Ihr werdet sehen, für was ich mich beim nächsten Mal entscheide, aber jetzt stöbere ich erstmal bei rums in Euren tollen Projekten!

Schnittmuster: Toaster Sweater 2 von Sewhouse7

verlinkt mit: rums

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Kim ist meine Premiere bei b patterns. Nein, stimmt gar nicht, meine wunderbare LOLA-B stammt auch aus der Feder von Ingrid. Und beide Schnittmuster überzeugen mich durch eine meines Erachtens schöne Mischung aus Schlichtheit und Raffinesse. Das Blusenshirt Kim ist ein schlicht geschnittenes Oberteil mit zwei sehr lässigen Details. Der kleinen Falte vorn und den offenen Manschetten an den Ärmeln (es gibt für beides auch andere Varianten...).


Die Stoffwahl fiel auf einen zarten Double Gauze aus dem Hause Kokka, zweifarbig in einem dunklen Auberginegrau und einen herbstlichen Gelb. Trägt sich traumhaft. Aber auch Viskose oder Tencel wären perfekt geeignet, wie Ihr z. B. hier bei b patterns selbst sehen könnt.


Am rückwärtigen Halsausschnitt wird der Beleg ausgeweitet und rund abgesteppt. Also noch ein drittes nettes Detail, das nicht unbedingt die Passform beeinflusst, aber dennoch Spaß macht. Und herausfordert, denn sauberes Arbeiten hätte hier Vorteile (Detailfoto wäre verräterisch ;-))
Insgesamt eine wirklich schöne Bluse, eigenständig, mit dem gewissen Etwas und super kombinierbar. Wenn die Tage wieder länger werden, dann wird Kim mit Sicherheit Kumpaninnen im Kleiderschrank bekommen!



Schnittmuster: Blusenshirt Kim von b patterns
Material: Double Gauze von Kokka, 1000stoff

verlinkt mit: rums
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Herbstzeit ist Blusenzeit! Zu kalt für kurzärmlig, zu warm für Pullover. Und wenn es doch einmal kühler wird, dann kann man schnell eine Jacke oder einen Cardigan drüberziehen. Aus diesem Grund habe ich mich sehr über den Vorschlag von Dominique alias kreamino gefreut, doch eine kleine Blusenrunde einzuschieben (normalerweise sind wir zu dritt mit Sindy alias Mein Gewisses Etwas ja ein sehr zuverlässiges Sew My Style Team)!



Dass ich ein Fan der Helmi Trench Blouse von namedclothing bin, könnt Ihr hier oder auch hier sehen. Ich mag den geradlinigen Schnitt sehr. Und in diesem Fall ist er perfekt für meine Stoffwahl, einen Baumwollstoff von Robert Kaufman fabrics aus der Serie "stitched". Die hellen Streifen sind tatsächlich ins Gewebe eingestickt, so dass der Stoff eine sehr coole Struktur bekommt. 



Zusätzlich dazu gibt es einen Verlauf im Linienabstand. Genau das Richtige für so strenge Architekten wie mich :-)). Das einzige etwas lieblichere Detail ist in diesem Fall der Kragen geworden. Meiner Beobachtung nach wird die Stehkragenvarinate deutlich häufiger gewählt. Aber ganz so japanisch wollte ich es dann doch nicht...


Ich bin aber auch total begeistert von den beiden anderen Blusen, die in dieser Herbstrunde entstanden sind. Ihr müsst unbedingt gucken gehen! Kreamino zeigt uns eine großartige klassische Variante, das Grainville Shirt und Mein Gewisses Etwas hat einen neuen Schnitt entdeckt, die Colibri Blouse. Stöbern lohnt sich!!

Schnittmuster: Helmi trench blouse, namedclothing
Material: Baumwollstoff "stitched" von Robert Kaufman fabrics, 1000stoff

verlinkt mit: rums


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Die besten Schnittmuster erkennt man an ihrem Potential zur Variation. Wenn mir sofort Ideen kommen, wie ich den Schnitt verändern könnte, dann ist das ein äußerst gutes Zeichen! Neustes Projekt: ein Hack von Frau Ilvie von fritzischnittreif, im Original habe ich Euch dieses schöne Shirt letztens hier gezeigt. Aus dem vorgesehenen Teilschlitz im Rücken habe ich eine komplette Zweiteilung werden lassen. Unten fast bis zur Seitennaht überlappend, damit ich nicht gar zu nackt dastehe. 


Oben treffen sich beide Teile mittig und sind durch das Schrägband des Halsausschnittes miteinander verbunden. Theoretisch könnte man also bis zur Taille den ganzen Rücken freilegen :-)


Vorn habe ich nichts verändert. Der Schnitt braucht ein schön fallendes Material wie z. B. Viskose. Das funktioniert mit dieser Neuentdeckung von see you at six fabrics meiner Meinung nach sehr gut. 


Das Shirt steht natürlich ganz oben auf meiner Packliste für die Sommerferien. Viskose trägt ja auch im Koffer nicht so auf. Also auch in dieser Hinsicht perfekt :-))

Schnittmuster: Frau Ilvie (Hack) von fritzischnittreif
Material: Viskose "Cracks" von see you at six fabrics, 1000stoff

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Ich liebe Kellerfalten. Es passiert was am Kleidungsstück. Anders als bei z. B. Kräuseln allerdings auf eine klare Art und Weise. Nicht verspielt, sondern geradlinig. Genau mein Ding. Architektur in der Mode sozusagen. Und man kann sich gestalterisch was einfallen lassen. Wie z. B. hier mit der Kontrastfarbe.



Das ist übrigens Frau Yoko, einer der neuen Blusenschnitte von fritzischnittreif (den anderen, Frau Ilvie habe ich Euch hier schon gezeigt). Vorn ganz schlicht, ohne Extras, mit sommerlichem Halsausschnitt.


Ich habe einen japanischen Double Gauze gewählt und war sehr gespannt, wie sich das weiche Material mit dem Schnitt vertragen würde. 



Ich war mir nicht sicher, ob der Stoff nicht zu "dick" sein könnte und dann abzustehen droht. Aber die Sorge war unberechtigt, der Stoff eignet sich perfekt und trägt sich traumhaft. So leicht und weich. 


Leider stellt sich jetzt schon wieder der von mir gefürchtete (und gleichzeitig geliebte) Effekt ein: Ich möchte unbedingt noch so eine Bluse! 


Schnittmuster: Frau Yoko von fritzischnittreif
Material: japanischer Double Gauze (Ellen Baker und Nani Iro), 1000stoff


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