Wenn mir etwas gefällt, dann will ich sofort mehr davon. Das ist grundsätzlich so. Also auch beim Nähen. Wenn mir ein Schnittmuster gefällt, dann will ich es sofort noch einmal nähen. Also sind letzte Woche zwei Varianten des fielder dress von Merchant and Mills entstanden. Einmal als Kleid, wer möchte kann es sich hier noch einmal ansehen und dann als Shirt. 


Als legere Bluse sozusagen. Aus Webstoff und dennoch ohne Knöpfe, Schlitz oder Reißverschluss sitzt es locker, jedoch nicht zu weit. Sportlich könnte man sagen. Was natürlich in diesem Fall auch den Streifenbündchen zuzuschreiben ist. Die sind ebenso von Merchant and Mills und gefallen mir farblich wahnsinnig gut.   


Der Stoff ist ein zweifarbig gewebter, leichter Jeanschambray, einerseits blau (das versteckt sich hier innen) und andererseits altrosa mit einem Stich ins Blaue. Es ergibt sich also der Look eines Jeanshemds, ohne dass es eines wäre. Der Schnitt hat etwas von Sweater, ohne dass es einer wäre. Eine Bluse ist es auch nicht. Ebenso wenig in T-Shirt. 


Mir fällt nicht wirklich eine Kategorie ein. Aber vielleicht ist genau das der Grund, warum mir das Oberteil so gut gefällt. Weil es eigenständig ist. 



Schnittmuster: the fielder, Merchant and Mills, über 1000stoff
Material: zweifarbiger Jeanschambray und Streifenbündchen über 1000stoff (einfach anfragen)

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Heute zeige ich Euch noch eines der Schnittmuster, die ich schon seit Jahren nähen wollte, aber jetzt erst genäht habe.  Ein noch nicht begonnenes Ufo sozusagen. Es ist der fielder dress von Merchant and Mills, ein locker geschnittenes Kleid mit Bündchen für Webware. 


Weil ich schon wieder so eine furchtbar unfotogene Farbe wie schwarz wählen musste sieht man gar nicht, dass es ein Raglankleid ist. Die Ärmel haben 3/4 Länge und werden mit einem Bündchen gefasst. Hier war ich megamutig und habe ein Glitzerbbündchen mit Kupfer gewählt:-)


Es ist auch noch dunkelblau, aber da der Stoff einen washed look besitzt, passt das Blau perfekt zum Schwarz. Am Halsausschnitt ist auch ein Bündchen vorgesehen, aber ich fand es hinsichtlich der Schlichtheit des Kleid schöner mit Beleg. 


Der Stoff ist ein Gemisch aus Leinen und Viskose. Perfekt für derartige Kleider, da sich die schöne Oberfläche des Leinen mit dem schweren, aber fließenden Fall der Viskose mischt. Es ist ein Kleid entstanden, dass nicht viel anderes braucht. Einfach überwerfen und fertig. Schnitt und Material ergeben zusammen ein Teil, das meiner Meinung nach überhaupt gar nichts Selbstgenähtes ausstrahlt. So muss es sein!



Schnittmuster: fielder dress von Merchant and Mills (gibt es bei 1000stoff)
Material: Leinen Viskose und Glitzerbündchen, 1000stoff

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Auch auf die Gefahr hin, dass ich die Einzige bin, die noch nie vorher eine Bethioua genäht hat und dass ich Euch somit nur das berichte, was Ihr eh schon längst wisst: Dieses Shirt ist super. Ich mag es ja nicht nur gern schlicht, sondern auch clever. Und die Schnittführung im rückwärtigen Bereich ist einfach schlau. Nein, natürlich hat Elke von ellepuls hier nicht das Rad neu erfunden, aber trotzdem stimmt alles. 



Streifenshirts sind nie langweilig, selbst dann nicht, wenn man schon ungefähr 1000 davon im Schrank hängen hat... Ich habe einen leichten Baumwollstrick gewählt. Damit bin ich frühlings- und frühsommertauglich unterwegs und die dezente Strickstruktur des Materials bringt noch einmal etwas irgendwie Professionelles mit sich. 



Am Schluss gibt es noch eine tatsächliche Neuigkeit zu berichten. Mit diesem Schnittmuster wagt sich ellepuls in die Welt der Papierschnittmuster vor. Als Ladeninhaberin kann ich das gar nicht hoch genug loben! Wie oft habe ich Kundinnen im Laden, die sich gern inspirieren lassen und dann natürlich sofort loslegen wollen. Nicht erst drucken, schnipseln und kleben.... Sondern die wertvolle Zeit lieber mit Nähen verbringen :-) Ab sofort unter anderem bei mir erhältlich...



(Liebe Elke, weiter so, wir wollen die anderen Schnitte auch auf Papier!)

Schnittmuster: Bethioua von ellepuls
Material: Baumwollstrick mit Streifen, 1000stoff

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Mit der Zeit steigen die Anbrüche.  Wer kennt das nicht?

Am Anfang war man stolz über jede nicht komplett missratene Tasche. Dann kamen die komplexeren Varianten. Mit Reissverschlüssen und mehreren Fächern aus unterschiedlichen Stoffen. Und dann? Mein grundsätzlicher Anspruch besteht ja darin, dass meine selbsgenähten Werke nicht wie selbstgenäht aussehen. Und zwar meine ich damit nicht den Perfektionismus. Es darf schon mal ein bisschen schief sein. Das sind gekaufte Sachen schließlich auch. Nein, ich meine vom Konzept her, von den Materialien und der Kombination zwischen Schnitt und Stoffwahl.



Die professionellen Ansprüche werden von diesem Material, dem Dry Oilskin, einer geölten und damit wasserabweisenden Baumwolle aus England (von Merchant and Mills) komplett erfüllt. Der Stoff ist der perfekte Taschen- (und auch Jacken- und Mantel-) Stoff. Robust, mit Stand, funktional, in der Oberfläche hat er etwas papierartiges. Außerdem wahnsinnig schön. Und wertig. 


Er hat einen großen Bruder, den "normalen" Oilskin, aus dem habe ich hier schon einmal eine Tasche gezeigt. Ich mag diese matte Version allerdings viel lieber, weil sie absolut kein Fett abgibt und eben diesen trockenen touch besitzt.  

Genäht habe ich die Jack Tar Bag (Schnitt ebenfalls von Merchant and Mills), eine geräumige Tasche für alle Gelegenheiten. Gefüttert mit kontrastierender Baumwolle in hellen Tönen, damit man auch ohne Taschenlampe gut zurecht kommt. 


Das Zubehör bietet ein hardware kit (ich muss nicht erwähnen von wem :-)), so dass man alle Nieten, D-Ringe, den Magnetverschluss und auch den Lederriemen gleich zur Hand hat. 



Ihr habt es schon gemerkt, ich bin total überzeugt :-)) Meine neue Jack Tar Bag hat überhaupt NICHTS Selbstgemachtes, im Gegenteil, sie ist richtig professionell, wertig und langlebig. Ein Lieblingsteil für die nächsten Jahre. 


Schnittmuster: Jack Tar Bag, Merchant and Mills
Material: Dry Oilskin (Merchant and Mills) von 1000stoff
Futterstoff: Baumwollstoff von Art Gallery fabrics, 1000stoff

verlinkt mit: dienstagsdinge, creadienstag, handmade on tuesday

(Wer auch so eine Tasche nähen möchte, der kann alle Materialien gern bei mir direkt bestellen. Schreib mir einfach eine Nachricht, ich antworte mit Details, kenne die Verbräuche und kann gern beraten...)




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Kleider kann man nie genug haben - oder auch Elsen kann man nie genug haben! Ich vermute, dass annähernd jeder Leserin hier die Else von schneidernmeistern durchaus ein Begriff ist und dass die meisten auch mindestens ein Exemplar im Schrank hängen haben. Daher verzichte ich auf längere Erklärungen zum Schnitt, sondern lenke Euch bei Interesse zu meiner immer noch sehr geliebte ersten Version


Und zeige Euch einfach nur mein schönes Kleid aus gestreiftem Romanit mit Raglanärmeln und einem einfachen Rundhalsausschnitt. Ganz schnell genäht und trotzdem immer wieder eine große Freude. Durch diesen Romanitstrick bekommt das Kleid einen sehr angezogenen Charakter. Romanit ist ein Doppelstrick aus Viskose, der durch die Strickart eine sehr gute Dehnbarkeit, aber auch eine perfekte Formstabilität besitzt. Auch nach 100 Kniebeugen beult nichts aus :-)



Den Ausschnitt habe ich mit Beleg genäht obwohl ich mir nicht sicher war, ob das nicht zu dick wird am oberen Rand. Aber zunächst bin ich sehr zufrieden und hoffe, dass er sich auch nach der Wäsche wieder so schön glatt nach innen legt. Übrigens: ich liebe die Passform im Schulterbereich!



Schnittmuster: Raglanelse, schneidernmeistern
Material: Romanitstrick, 1000stoff

verlinkt mit: rums




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Meine Liebe für Kellerfalten ist groß. Ob vorn oder hinten, am Rock, Kleid oder Shirt, ganz egal. Ich könnte Euch unendlich viele Beispiele zeigen. Daher ist jedes neue Schnittmuster mit Kellerfalte ein MUSS für mich. Und wenn es dann auch noch so schön schlicht ist wie Frau Suki von fritzischnittreif, dann sowieso. 


Angelehnt an Frau Yoko mit Kellerfalte hinten, sitzt hier die Falte von mittig in einem schönen Rundhalsausschnitt. Dadurch ergibt sich ein lässiges Detail in einer sonst reduzierten Bluse. Perfekt für leicht fallende Blusenstoffe wie Viskose oder auch leichter Baumwollchambray wie diesen hier. 


Von hinten ist die Bluse ganz gerade geschnitten. Die leicht gepufften Ärmel geben noch einmal eine leicht verspielte Note und ersparen das Hochschoppen :-)) Ein perfektes Shirt ganz einfach zur Jeans, überwerfen, fertig!


In meinem Kopf plane ich schon drei weitere Varianten, vielleicht würde ich es mal ohne den Gummi im Ärmel versuchen. Aber zunächst muss es noch ein bisschen wärmer werden:-))



Schnittmuster: Frau Suki, fritzischnittreif
Material: zarter Baumwollchambray Robert Kaufman, 1000stoff



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Am Anfang des Jahres habe ich beschlossen, einige neue Schnittmusterlabels auszuprobieren. Neugier, Tatendrang und die Lust auf Herausforderungen haben mich stöbern lassen und schon bin ich bei dpstudio hängen geblieben. Ein französisches Label mit eigenständigen Modellen, gewissem Anspruch und Raffinesse. Ohne lang zu planen habe ich vier Schnitte bestellt und gehofft,
die richtigen Stoffe in die Hände zu bekommen. Ging natürlich schneller als erwartet!


Dieser Modaljersey ist perfekt für dieses leicht drapierte Fledermausshirt mit Namen "le 002, Asymetric Sweater". Genäht wird es quasi aus einem Schnittteil mit zwei angesetzten Ärmelteilen. Also einer dieser kryptischen Schnitte, die mit zwei Nähten wie aus Zauberei zu einem raffinierten Kleidungsstück werden! Ich liebe es.


Der Stoff schmiegt sich wie von selbst in die Form, fällt in lässige Falten, wo sie hingehören und schimmert je nach Lichteinfall in unterschiedlichem Blau. Einfach perfekt.


Der Schnitt hätte eigentlich auch einen asymmetrischen Abschluss an Ärmeln und unten, hier jedoch habe ich eine kleine Anpassung vorgenommen :-)). Ich liebe dieses Shirt schon jetzt und freue mich total auf wärmere Tage! 

Wer noch ein anderes tolles Projekt aus dem gleichen Material sehen möchte, der muss unbedingt noch bei mein gewisses Etwas vorbeischauen, da gibt es eine Raglanelse zu sehen!

Schnittmuster: le 002, dpstudio
Material: Modaljersey, 1000stoff

verlinkt mit: rums
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